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Posted by Jac on March 8, 2009  •  Comments (64)  •  Full article



Auch zu Beginn der neuen Woche halten die Diskussionen um die Automobilbranche weiter an. Das Ringen um die Zukunft von General Motors (GM) und der Tochter Opel setzt sich weiter fort. Doch auch der Autozulieferer Schaeffler beherrscht weiterhin die Schlagzeilen. Können Sie sich noch an die Übernahmeschlacht der Schaeffler-Gruppe gegenüber Continental erinnern? Lange Zeit gab es Diskussionen über diesen Deal. Jetzt entsteht der Eindruck, dass sich die Übernehmenden mit dieser Maßnahme doch deutlich verhoben haben. Denn der Ruf nach Staathilfe wird immer lauter. Da hilft es auch wenig, dass die Unternehmerin Schaeffler darauf hinweist, dass das Staatsgeld "mit Zinsen auf Heller und Pfennig" zurückbezahlt wird. Es kann nicht verwundern, dass eine Zerschlagung der Schaeffler-Conti-Gruppe zu einer massiven Entlassungswelle führen werde und Auswirkungen auf die globale Autowirtschaft haben wird. Ohnehin ist die Lage sehr ernst: "Ohne eine zeitlich begrenzte finanzielle Überbrückung durch den Staat wird es für die Einheit und Zukunft von Continental und Schaeffler schwierig", so das Unternehmen. Nach der Übernahme des Hannoveraner Autozulieferers Conti ist die Schaeffler-Gruppe mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet und kann wegen der Autokrise die Zinsen nicht mehr aufbringen. Insgesamt beschäftigt der Schaeffler-Conti-Konzern in Deutschland rund 80.000 Menschen. Ich rechne damit, dass die Branche weiter im Blickfeld stehen wird. Es ist davon auszugehen, dass sich die Titel des Segments auch weiterhin als Underperformer präsentieren werden. Aus diesem Grund rate ich erneut dazu, vor einem Einstieg in dieses Segment noch ein wenig abzuwarten.

Nachfrage jedoch nur leicht rückgängig Doch zurück zum Öl: Tatsächlich hat die Nachfrage nachgelassen. Das hat auch die Internationale Energie Agentur (IEA) in ihrer jüngsten Prognose gesagt. Aber von einem Einbruch kann nun wahrlich nicht die Rede sein: Für 2009 erwartet die IEA einen Rückgang der Nachfrage um 200.000 Fass am Tag auf 85,5 Mio. Barrel. An der langfristigen Prognose hält die IEA im erst kürzlich erschienenen World Energy Outlook 2008 jedoch fest: Bis zum Jahr 2030 kann die Ölnachfrage auf bis zu 106 Mio. Barrel pro Tag ansteigen. Auch wenn jetzt die OPEC die Förderquoten drosselt und so den Eindruck vermittelt, dass Öl im Überfluss vorhanden sei, kann ich nur sagen: Dieser Eindruck täuscht. Zum einen lässt die Marktmacht der OPEC nach. Die Organisation repräsentiert nur noch 44% des weltweit geförderten Öls. Zudem ist absehbar, dass die Zahl der Mitgliedsländer in den nächsten Jahren zurückgehen wird. Denn die OPEC ist ja die Organisation der Erdöl exportierenden Länder. Bei zurückgehenden Förderquoten z.B. in Mexiko ist es nur eine Frage der Zeit bis einige Länder nicht mehr in der Lage sein werden, Erdöl zu exportieren. Hier werden wir aber schon morgen schlauer sein, wenn die OPEC im algerischen Oran zu einem Treffen zusammenkommt. Laut verschiedener Prognosen ist mit einer deutlichen Verringerung der Produktion von bis zu 2 Mio. Barrel am Tag zu rechnen. Das sollte den Ölpreis kurzfristig wieder über die Marke von 50 Dollar heben. Benzin kostet in den USA nur 0,40 Euro pro Liter Übrigens: Ist Ihnen an der Tankstelle etwas aufgefallen? Der Preis für Benzin und Diesel ist seit September stark gefallen. Aktuell kostet der Liter Benzin so um 1,10 Euro. Das sind immerhin fast 32% weniger als beim Rekordhoch von 1,60 Euro. Im gleichen Zeitraum ist jedoch der Rohölpreis um über 70% gefallen. Der extrem hohe Steueranteil hält den Benzinpreis weiterhin hoch. In den USA sieht das anders aus: Hier hat sich der Benzinpreis seit dem Sommer halbiert, von 4 Dollar auf nur noch 2 Dollar pro Gallone. Übrigens sind das nach aktuellem Wechselkurs nur 0,40 Euro pro Liter. Bei diesem Preis müsste eigentlich auch bald wieder der Verkauf von großen SUVs wie dem Hummer anziehen. Aktuell bieten Händler in den USA diesen riesigen Geländewagen für rund 31.000 Dollar, umgerechnet 23.500 Euro an.

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Posted by Jac on March 8, 2009  •  Comments (64)  •  Full article

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